Florentine - hakuna-matata

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Florentine

Mischform
    
Die Geschichte wird mit Hilfe einer Bilder-Show aus dem gleichnamigen Buch von James Krüss erzählt.

Dauer: ca. 45 Minuten

Erzähler:
Vorhang auf, liebe Kinder! Wir möchten euch ganz herzlich zu unserer musikalischen Geschichte „Florentine, die wilde Biene“  begrüßen. Aber, wenn ihr nun denkt, das es sich um eine Tiergeschichte handelt, dann habt ihr euch geirrt. Es geht vielmehr um ein besonders wildes Mädchen, und die Geschichte spielt in der Zeit, in der eure Großeltern noch Kinder waren. Es  ist ungefähr 50 Jahre her, dass der Dichter James Krüss diese Geschichte aufgeschrieben hat, und seitdem hat sich vieles geändert: Damals gab es in den Familien noch keine Computer und kein Internet, keine Videospiele und fast gar keine Fernseher. Die Kinder spielten außer „Treppengeländer-Rutschen“ nur selten in den Wohnungen. Stattdessen tummelten sie sich vor allem draußen auf der Straße oder an Orten wie Dachböden und Kellern, wo schon damals nur selten Erwachsene hinkamen. Aber schon damals gab es manchmal Eltern, die sich statt um ihre Kinder mehr um andere Dinge kümmerten.  

Wer ist nun diese wilde Florentine, wollt ihr wissen?  Nun, sie wird sich gleich selbst vorstellen, denn Florentine dichtet gerne. Sie hat sogar ein Lied auf sich selbst gemacht, und das wollen wir euch nicht vorenthalten.

Lied 1: Fragelied

Warum ist mein Arm so mager,  
Arm so mager?  
Warum ist mein Hals so dünn?  
Warum bin ich bloß so hager,  
Bloß so hager?  
Wüsst ich doch, warum ich's bin!  

Warum bin ich so alleine,
So alleine,  
Gar zu viel und immerzu?
Warum hab' ich Spinnenbeine,  
Spinnenbeine?  
Warum bin ich ohne Ruh?  

Warum sind die andern anders,  
Andern anders?  
Warum wünsch ich so zu sein  
Wie die kleine Inge Sanders,  
Inge Sanders,  
So gemütlich, dick und klein?  

Warum stell ich solche Fragen
Ohne irgendeinen Sinn?
Ach ich kann nur eines sagen:
Weil ich Florentine bin.

Erzähler:
Ihr seht: Florentine ist besonders dünn und sie ist viel allein. Und woran liegt das? Na, ihr ahnt es schon: Die Eltern sind meistens bei der Arbeit und Florentine hat keine Geschwister. Da geht es ihr wie vielleicht manchem von euch. Man könnte vielleicht sogar sagen, dass Florentine ein bisschen unglücklich ist, denn sie fühlt sich oft einsam und ist mit ihrem Äußeren gar nicht zufrieden. Aber einige Freunde hat Florentine schon, außer ihrer Schulfreundin Bobby zum Beispiel Herrn Gnauck, den netten Straßenbahnfahrer. Mit dem fährt sie jede Woche mindestens einmal zu ihrer Großmutter, um dort zu übernachten, nämlich immer dann, wenn ihre Eltern nachts arbeiten müssen. Und vielleicht ist sie deshalb auch so dünn, denn bevor sie die Straßenbahn von Herrn Gnauck erreicht, muss sie ziemlich weit laufen. Da sie Herrn Gnauck so gern hat, hat sie auch auf ihn ein Gedicht gemacht. Hört selbst!
 
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